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Jachertz Angiologie - Bern

GLOSSAR

Lymphdrainage

Unter manueller Lymphdrainage versteht man das manuelle Abdrainieren der Gewebsflüssigkeit über Lymphgefäße. Das Prinzip beruht im Gegensatz zur herkömmlichen Massage auf bestimmten Grifftechniken.


Mit Hilfe der Lymphgefässe wird Wasser aus dem Gewebe abtransportiert und in die Blutgefässe zurückgebracht. Wenn das Lymphsystem in seiner Funktion gestört ist, staut sich das Körperwasser im Gewebe und es kommt zu Schwellungen (Ödemen).


Das Therapiekonzept der Lymphdrainage hat zum Ziel, das gestörte Gleichgewicht zwischen der Menge von Gewebewasser und der Leistungsfähigkeit der Lymphbahnen wiederherzustellen. 

Die Lymphdrainage eignet sich vor allem für Patienten, bei denen es zu Stauungen (Ödemen) von Lymphe oder Wasser im Gewebe kommt. Beispiele sind Lymphödeme, Ödeme bei rheumatischen Erkrankungen, Ödeme bei Venenerkrankungen (z.B. postthrombotisches Syndrom) und Schwellungen nach Verletzungen oder Operationen. Grundsätzlich darf aber bei Verdacht auf Thrombosen nicht eine Lymphdrainage durchgeführt werden (Gefahr einer Lungenembolie).

Vor einer manuellen Lymphdrainagebehandlung muss somit die Ursache der Schwellung geklärt werden.


Zur Unterstützung der Lymphdrainage und zur Vermeidung der erneuten Schwellung des Gewebes wird meistens nach der Behandlung noch eine Bandagierung vorgenommen oder ein Kompressionsstrumpf angelegt.